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Übung und Ausbildung Stützpunktwesen

Wasserwehrstützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Grünau rüstet für Eisrettungen auf

FF Grünau im Almtal zur Übersicht

Im Dezember 2025 beschaffte die Freiwillige Feuerwehr Grünau im Almtal neue Spezialausrüstung, um für Eisrettungseinsätze an den heimischen Flüssen und Seen bestmöglich gerüstet zu sein. Ausschlaggebend für diese Investition waren mehrere vergangene Einsätze mit ins Eis eingebrochenen bzw. eingeschlossenen Tieren sowie das steigende Risiko von Personeneinbrüchen, das mit der zunehmenden Frequentierung der Seen in den letzten Jahren einhergeht.

Zur neuen Ausrüstung zählen ein Eisrettungsschlitten (Sled) sowie zwei Eisrettungsanzüge, bestehend aus jeweils einem Trockenanzug, einer Schwimmweste, einem Kletterhelm, geeignetem Schuhwerk und Handschuhen sowie Seilmaterial. Der Eisrettungsschlitten kann entweder mittels Atemschutzflasche oder mit einer Luftpumpe vor Ort aufgeblasen werden. Neben Eisrettungseinsätzen ist das Sled auch im Sommer für Einsätze in seichtem Gewässer vielseitig einsetzbar.

In mehreren Schulungen und Ausbildungen wurde die neue Ausrüstung sowohl theoretisch als auch praktisch intensiv beübt. Den Abschluss bildete eine realitätsnahe Übung am Almsee, bei der unter winterlichen Bedingungen in mehreren Durchgängen ein ins Eis eingebrochener Feuerwehrmann gerettet werden musste. Dieser war mit einem Neoprenanzug ausgestattet und brach dabei mehrfach gezielt ins Eis ein, um unterschiedliche Rettungsszenarien zu trainieren.

Nach Abschluss aller Ausbildungen wird die neue Eisrettungsausrüstung am 10. Jänner 2026 offiziell in den Dienst gestellt.

Wichtiger Sicherheitshinweis:

Bei einem Einbruch ins Eis ist sofort die Alarmierung der Einsatzkräfte über den Notruf 122 erforderlich, auch dann, wenn Selbstrettungsversuche unternommen werden. Das Betreten zugefrorener Gewässer ist lebensgefährlich und sollte grundsätzlich unterlassen werden, sofern keine behördliche Freigabe vorliegt.

Besonders Hundehalter werden darauf hingewiesen, dass auch Tiere durch das Eis brechen können. Eigene Rettungsversuche führen dabei häufig zu weiteren Notfällen und gefährden Menschenleben. Bei Rettungsversuchen ist stets auf den Eigenschutz und das Einweisen der Einsatzkräfte zu achten!

Tipp für die Alarmierung:

https://www.ff-gruenau.at/aktuelles/news/artikel/rettungspunkte-am-almsee

Für Rückfragen zum Wasserwehrstützpunkt oder zur Eisrettung steht der Stützpunktleiter HBM d.F. Samuel Gruber unter boot@ff-gruenau.at gerne zur Verfügung.